Wohnverbund Taubblind

Wohnhäuser für Erwachsene mit Hörsehbehinderung und Taubblindheit

Das Eckard-Beyer-Haus und das sogenannte Feierabendhaus bilden zusammen den Wohnverbund Taubblind. Beide Gebäude sind nur wenige Gehminuten voneinander entfernt und zentral in Potsdam-Babelsberg gelegen. Hier leben erwachsene Menschen mit Sinnesbehinderungen mit umfassender Begleitung und Assistenz selbstbestimmt in familiären Wohngemeinschaften. Sie sind das Zuhause von insgesamt 57 Klientinnen und Klienten. Es gibt:

  • 3 Wohngemeinschaften im Eckard-Beyer-Haus
  • 3 Wohngemeinschaften im Feierabendhaus 

Die Sinnesbehinderungen der Klientinnen und Klienten umfassen:

  • Taublindheit oder Hörsehbehinderung
  • Sinnnes- und/ oder Mehrfachbehinderung
  • Auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörungen (AVWS)

Erfahren Sie mehr zu unserem Leistungsangebot Wohnen für Menschen mit Taubblindheit

Voll ausgestattet & speziell gestaltet

Eckard-Beyer-Haus

Das 1998 eröffnete Eckard-Beyer-Haus ist das ehemalige Siedlerhaus des Oberlinhaus. Es ist freundlich und speziell nach den Bedürfnissen von Menschen mit Sinnesbehinderungen gestaltet. Zu Ausstattung gehören:  

  • 3 Gemeinschaftsküchen
  • 3 Gemeinschaftsräume
  • 5 Gemeinschaftsbäder 
  • 1 Webwerkstatt   

Feierabendhaus

Das Wohnangebot für hörsehbehinderte und taubblinde Menschen wurde mit dem 1890 errichteten Feierabendhaus nach dessen Sanierung 2018 erweitert. Zu Ausstattung gehören: 

  • 4 Gemeinschaftsküchen
  • 2 große Gemeinschaftsräume
  • 10 Gemeinschaftsbäder
  • 1 Esszimmer
  • 1 Bewegungsraum
  • 1 Therapieraum
  • 1 Snozelenraum 

In beiden Wohnhäusern leben Klientinnen und Klienten in Einzelzimmern, welche mit modernem Mobiliar ausgestattet sind. Die Zimmer können in Absprache gern mit eigenen Möbeln und persönlichen Gegenständen gestaltet werden. 

Außenanlage mit Sinnesgarten & zentral gelegen

Auf dem Außengelände der Wohnhäuser lädt ein Sinnesgarten mit vielen verschiedenen Pflanzen und Kräutern zum Ertasten, Riechen und Entdecken ein. Auf verschiedenen Untergründen können Klientinnen und Klienten barfuß gehen und die Natur mit ihren Füßen erfühlen. 

Außerhalb unseres Geländes gibt es zahlreiche Freizeitmöglichkeiten: Wir sind regelmäßig im Stadtzentrum von Potsdam-Babelsberg unterwegs – gehen einkaufen, ins Kino, besuchen Cafés und Restaurants. Gemeinsam werden Ausflüge in den nahegelegenen Babelsberger Park und ins dortige Strandbad unternommen. 

Die Häuser liegen verkehrsgünstig: Haltestellen von Straßenbahn, Bus und S-Bahn sind in unmittelbarer Nähe und z. T. blindengerecht ausgestattet – mit abgesenkten Bordsteinkanten und vibrierenden Ampelschaltungen.

Team mit Fachkompetenz & Zusatzqualifikationen

Unsere Teams bestehen aus Heil- und Sozialpädagogen, Heilerziehungs-, Gesundheits- und Krankenpflegern sowie Erziehern. Sie verfügen über hohe Fachkompetenz und viel Erfahrung in der Begleitung und Assistenz von Menschen mit Sinnesbehinderung. Unsere Mitarbeitenden sind durch Zusatzqualifikationen auf die Unterstützung von Menschen mit verschiedenen Sinnesbehinderungen spezialisiert und darin geschult, möglichen Spannungen zwischen Klientinnen und Klienten entgegenzuwirken. Wir leiten an, Konflikte untereinander selbst zu bewältigen und nutzen alternative Kommunikationsmethoden im täglichen Miteinander. Wir verstehen uns als professionelle Partner von Klientinnen und Klienten sowie deren Familien. Zusammenarbeit auf Augenhöhe zeichnet uns aus.

Wer ist Eckard Beyer?

Der Namensgeber des Hauses – Eckard Beyer (1924-1983) – war ab dem Jahr 1955 der dritter Pfarrer im Oberlinhaus, 1962 wurde er zum Vorsteher berufen. Zu seinem Aufgabenbereich gehörte auch die Öffentlichkeitsarbeit. Mit vielen Vortragsreisen in den Kirchengemeinden der damaligen DDR verbreitete er das Anliegen der Arbeit im Oberlinhaus.

Woher hat das Feierabendhaus seinen Namen?

Das Feierabendhaus wurde als Ruhesitz für Diakonissen im Jahr 1927 eingeweiht. Nach z. T. Jahrzehnte langer Arbeit für andere Menschen hatten sie sich einen schönen Ruhestand in vertrauter Umgebung wahrlich verdient. Bis dahin waren die Schwestern im Alter noch im Mutterhaus untergekommen, jedoch reichten wegen stetigen Wachstums des Oberlinhaus die dortigen Räumlichkeiten ab Mitte der 1920er-Jahre nicht mehr aus. Finanziert wurde der Bau mit Spenden.

Aufnahme & Informationen

Zentraler Sozialdienst Wohnen

Anja Wagner, Christine Krüger, Verena Roghuhn, Claudia Herfert

Zur Aufnahmeanfrage

Melanie Haase

Leiterin Wohnverbund Taubblind