Hertha-Schulz-Haus

Wohnhaus für Kinder und Jugendliche mit Sinnesbehinderungen

Das Hertha-Schulz-Haus ist ein Wohnhaus für Menschen bis 18 Jahren mit Sinnesbehinderungen – zentral gelegen in Potsdam-Babelsberg. Hier leben 20 Kinder und Jugendliche mit umfassender Begleitung und Assistenz selbstbestimmt. Bei dem Haus handelt es sich um ein im Jahr 1912 errichtetes Gebäude mit 3 familiären Wohngemeinschaften auf 3 Etagen. Sie sind das zweite liebevolle Zuhause von 6 bis 7 jungen Klientinnen und Klienten mit:

  • Hörsehbehinderung
  • Taubblindheit und/ oder Mehrfachbehinderung 
  • Auditive Wahrnehmungs- und Verarbeitungsstörung (AWVS)

Erfahren Sie mehr zu unserem Leistungsangebot Wohnen für Menschen mit Taubblindheit

Voll ausgestattet & speziell gestaltet

Unser Wohnhaus ist freundlich und speziell nach den Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen gestaltet. In den Gemeinschaftsräumen gibt es z. B. Wasserbetten, Vibrationsboxen und Lichterspiele, welche die Wahrnehmung insbesondere von Menschen mit Sinnesbehinderung anregen. Klientinnen und Klienten leben in Einzel- oder Doppelzimmern, welche mit modernem Mobiliar ausgestattet sind. Die Zimmer können in Absprache gern mit eigenen Möbeln und persönlichen Gegenständen gestaltet werden. Jede Wohngemeinschaft verfügt über: 

  • 1 Gemeinschaftsraum
  • 1 Küche
  • 2 Bäder – z. T. barrierefrei

Außenanlage mit Sinnesgarten & zentral gelegen

Auf dem Außengelände unseres Wohnhauses lädt ein Sinnesgarten mit vielen verschiedenen Pflanzen und Kräutern zum Ertasten, Riechen und Entdecken ein. Auf verschiedenen Untergründen können die Kinder und Jugendlichen barfuß gehen und die Natur mit ihren Füßen erfühlen. Zudem gibt es hier viele Spielgeräte, ein Trampolin und eine Schaukel, die auch für Menschen im Rollstuhl geeignet ist. Die Kinder und Jugendlichen können in extra eingerichteten Räumen auf dem Gelände Musik und Sport machen und eine Sauna nutzen.

Außerhalb des Geländes gibt es zahlreiche Freizeitmöglichkeiten: Wir sind regelmäßig im Stadtzentrum von Potsdam-Babelsberg unterwegs – gehen einkaufen, ins Kino oder besuchen Cafés. Gemeinsam werden Ausflüge in den nahegelegenen Park Babelsberg und ins dortige Strandbad unternommen. 

Das Wohnhaus liegt verkehrsgünstig, Haltestellen von Straßenbahn, Bus und S-Bahn sind in unmittelbarer Nähe und z. T. blindengerecht ausgestattet – mit abgesenkten Bordsteinkanten und vibrierenden Ampelschaltungen. 

Team mit Fachkompetenz & Zusatzqualifikationen

Unser Team besteht aus Heil- und Sozialpädagogen, Heilerziehungs-, Gesundheits- und Krankenpflegern sowie Erziehern. Es verfügt über hohe Fachkompetenz und viel Erfahrung in der Begleitung und Assistenz von Kindern und Jugendlichen mit Sinnes- und/ oder Mehrfachbehinderung. Unsere Mitarbeitenden sind durch Zusatzqualifikationen auf die Unterstützung von Menschen mit verschiedenen Sinnesbehinderungen spezialisiert und darin geschult, möglichen Spannungen zwischen Klientinnen und Klienten entgegenzuwirken. Wir leiten an, Konflikte untereinander selbst zu bewältigen und nutzen alternative Kommunikationsmethoden im täglichen Miteinander. Wir verstehen uns als professionelle Partner von Klientinnen und Klienten sowie deren Familien. Zusammenarbeit auf Augenhöhe zeichnet uns aus.

Wer ist Hertha Schulz?

Die Namensgeberin des Hauses – Hertha Schulz – war die erste taubblinde Bewohnerin des Oberlinhaus. Vor rund 130 Jahren stand die damals 10-Jährige mit ihrer Mutter vor der Tür unserer Einrichtung. Durch einen Treppensturz und eine anschließende Gehirnhautentzündung hatte sie ihre Sehkraft und ihr Gehör verloren. Mit der kleinen Hertha begann die Taubblindenarbeit im Oberlinhaus.

Aufnahme & Informationen

Zentraler Sozialdienst Wohnen

Anja Wagner, Christine Krüger, Verena Roghuhn, Claudia Herfert

Zur Aufnahmeanfrage

Marie-Christine Schmidt

Leiterin Hertha-Schulz-Haus